ISInova

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Nutzungsdauer elektronischer Geräte

Zeitraum Juli 2026 – August 2028

Auftraggeber Umweltbundesamt

Kooperationspartner Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM), UNITAR

Die Verbreitung von Elektro- und Elektronikgeräte hat in den letzten Jahren stark zugenommen.  Immer neue Varianten von etablierten und die Entwicklung neuer Gerätetypen führen zu einer stetig steigenden Verbreitung von Elektrogeräten in privaten Haushalten. Parallel dazu erhöht sich auch die Menge an Elektroschrott. Eine Studie des Bundesumweltministerium aus dem Jahr 2023 zeigt, dass die Sammelquote von Elektroaltgeräten also der Anteil der auf Wertstoffhöfen gesammelten Elektroaltgeräte im Verhältnis zu den in Verkehr gebrachten Elektrogeräten – mit lediglich 29,5 % deutlich unter der von der EU vorgegebenen Zielquote von 65 % lag. Dabei zeigt sich, dass die Nutzungsdauer von Elektrogeräten häufig nicht ausschließlich durch technische Defekte, sondern auch durch veränderte Bedürfnisse, Trends, Konsumroutinen und Werte beeinflusst wird.

Im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht ISIconsult zusammen mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) und UNITAR die gesellschaftlichen Ursachen verkürzter Nutzungsdauern von Elektro- und Elektronikgeräten. Wie beeinflussen routinisierte soziale Praktiken, gesellschaftliche Normen, milieuspezifische Leitbilder oder (digitale) Konsuminfrastruktur die Nutzungsdauern von Elektrogeräten?

Dazu wird zunächst eine umfassende und aktuelle Datengrundlage zur Nutzungs- und Verweildauer elektronischer Geräte erstellt, die sowohl technische als auch sozialwissenschaftliche Studien umfasst. Für die Erfassung von Nutzungs- und Verweilungsdauern wird zwischen privaten und nicht-privaten Haushalten (Unternehmen, Organisationen) unterschieden, um die jeweils spezifischen Faktoren der Nutzungsdauern elektrischer Geräte in verschiedenen Kontexten bestimmen zu können. Hierzu wird eine repräsentative Befragung  zur  Nutzungsdauer von Elektrogeräten in Privathaushalten durchgeführt. Zudem wird das Wegwerfverhalten von Privatpersonen auf kommunalen Wertstoffhöfen erfasst und der Zustand der abgegebenen Geräte dokumentiert. Um öffentliche und gewerbliche Sektoren zu erfassen, werden Expert*inneninterviews mit Verantwortlichen von Unternehmen und Organisationen durchgeführt.

Ziel der Studie ist es, eine aktuelle, repräsentative und öffentlich zugängliche Datengrundlage zu Nutzungs- und Verweildauern, Reparaturpraktiken sowie zum Entsorgungsverhalten von Elektro- und Elektronikgeräten in privaten und nicht-privaten Haushalten zu schaffen. Ergänzend wird ein Konzept entwickelt, mit dem Nutzungsdauern und deren Ursachen in nicht-privaten Nutzungskontext erhoben werden können. Auf dieser Grundlage sollen politische Implikationen abgeleitet und Handlungsempfehlungen entwickelt werden, die zur Förderung einer zirkulären Wirtschaft und zur Verlängerung der Nutzungsdauern von Elektro- und Elektronikgeräten beitragen.

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